Schnulleralarm

Der wohl umstrittenste Gegenstand im jungen Leben eines Babys/Kleinkindes ist der Schnuller.
 
Bereits im Mutterleib saugen Babys am Daumen. Sie empfinden den erfüllten Saugreflex als beruhigend. Außerdem ist die erste Möglichkeit etwas zu ertasten, bei Babys über den Mund. 
Genauso wie körperliche Nähe, eine vertraute Stimme oder Geruch, kann auch das Saugen beruhigen und ein beruhigtes Kind ist tatsächlich auch ein entspanntes Kind. Entspannung wiederum, fördert eine emotionale Ausgeglichenheit und mindert die Wahrscheinlichkeit später ein nervöses oder hektisches Kind zu haben.
Natürlich ist nicht alleine der Schnuller das Wundermittel, um ein ausgeglichenes Kind groß zu ziehen. Dazu müssen auch andere Komponenten hinzu kommen, wie Umgangston, Lebensgewohnheiten, Ernährung oder Tagesablauf.
 
Das trifftigste Argument also das Contra gegen den Schnuller  ein nicht von der Hand zu weisendes Argument ist das erhöhte Risiko einer Kiefer- oder Zahnfehlstellung und diese werden beim Lutschen über das dritte Lebensjahr hinaus fast immer auf das bleibende Gebiss übertragen. Ebenso gravierend finde ich die Wirkung auf die altersgerechte  Sprachentwicklung.
 
Da ich sehr viel Wert darauf lege eine pädagogische Sprachentwicklung zu fördern, seie es durch direktes Ansprechen, kommunizieren in der Gruppe, singen oder vorlesen – ermutige ich das Kind den Schnuller immer nur im Notfall, von dem jederzeit für das Kind erreichbaren Platz zu holen. Ebenso beim Baby, denn Sprachförderung beginnt schon gleich nach der Geburt. Auch wenn das Baby die Worte nicht versteht, so merkt es doch die Zuwendung, wenn man mit ihm spricht oder ihm etwas vorsingt -siehe Bericht Schnuller
 
Und ganz ehrlich, gerade in diesem Alter glauben die Kinder immer noch an Feen und Elfen, warum dann nicht einfach den Schnuller -spätestens ab dem dritten Lebensjahr-  durch ein kleines Geschenk von der Schnullerfee tauschen. Probieren Sie es einmal aus!